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Informations- und Kommunikationstechnische GrundbildungIn der Sekundarstufe I gibt es an allen Schulformen keinen explizit ausgewiesenen Informatikunterricht, sondern eine integrative Informations- und Kommunikationstechnische Grundbildung (IKG). Diese hat die Aufgabe, den Schüler in die Grundlagen des Umgangs mit den Medien Computer und Internet, die als „computer literacy“ bezeichnet werden, einzuführen. Zwar sind in den Lehrplänen verbindliche und fakultative Inhalte zur IKG ausgewiesen, jedoch wird den Schulen die Gestaltung und Integration der Lehrinhalte zugunsten einer flexiblen Umsetzung weitgehend selbst überlassen [vgl. WE07]. Ein an allen Schulformen stattfindender Wahlpflichtunterricht gibt den Schülern schulabhängig zusätzlich die Möglichkeit, je nach Angebot der Schule informationstechnisches Wissen zu erwerben. [HE_FB10] Haupt- und RealschuleLehrplanInformations- und Kommunikationstechnische Grundbildung und Medienerziehung werden in der Sekundarstufe I an Haupt- und Realschulen integrativ in den verschiedenen Fächern unterrichtet. Besonders im Fach Arbeitslehre werden an Haupt- und Realschule computerbezogene Themen behandelt. Aber auch andere Fächer thematisieren Aspekte zur informatischen Grundbildung und Medienerziehung. In der Realschule wird neben einer Einführung in die Computertechnik in Klasse 5 und 8 zusätzlich auf berufskundliche Aspekte sowie Berufe in der Informationstechnik eingegangen. Der berufskundliche Aspekt behandelt dabei Arbeitsplätze, die wesentlich durch Computer bestimmt werden. Bildungsstandards und Inhaltsfelder
Ein Entwurf vom Mai 2010 definiert Bildungsstandards und Inhaltsfelder für das Fach Arbeitslehre für Haupt- und Realschule. Hier sind die vom Lernenden zu erwerbenden fachlichen Kompetenzen in Form von Standards aufgelistet. Eine Unterteilung in Personale Kompetenz, Sozialkompetenz, Sprach- und Textkompetenz sowie Lern- und Arbeitskompetenz wird vorgenommen. Im Rahmen der Lern- und Arbeitskompetenz ist hier besonders die Medienkompetenz hervorzuheben, die folgende Aspekte beinhaltet:
Die drei Kompetenzbereiche Analysieren, Urteilen und Handeln geben Aufschluss über die Fähigkeiten, die die Lernenden erreichen sollen. Sechs Inhaltsfelder sind im Kerncurriculum angegeben, wobei nur das Feld Technische Systeme und Prozesse für das informatische Themenfeld von Bedeutung ist. Es bedarf aller drei Kompetenzbereiche, wobei sich mit technischen Artefakten, Systemen und Prozessen, insbesondere der Informations- und Kommunikationstechnik auseinandergesetzt wird. Hierzu gehören sachkundige, kreative, reflektierte Anwendung von Technik, Voraussetzungen und Folgen von Techniknutzung in den Zielkonflikten Technik/Ökonomie und Technik/Ökologie sowie technischer Wandel. [HE_Bs10] GesamtschuleAn der (integrierten) Gesamtschule wird das Fach Arbeitslehre in insgesamt fünf Module mit mehreren Unterthemen unterteilt, wobei einzelne dieser Module den Einsatz des PCs in unterschiedlicher Form vorsehen. In Klasse 9/10 kann als einer von drei Wahlpflichtbereichen Leben mit Medien/Massenmedien im Wandel – Informations- und Kommunikationstechnik anwenden gewählt werden. Inhaltlich gibt es sowohl verbindliche als auch fakultative Aufgaben sowie zu behandelnde Themen und vorgeschriebene Arbeitsmethoden. [HE_IGS03] verbindliche Inhalte/Aufgaben (Auswahl):
fakultative Inhalte/Aufgaben (Auswahl):
Arbeitsmethoden (Auswahl):
GymnasiumAm Gymnasium findet in den Klassenstufen 5 und 6 eine Informations- und Kommunikationstechnische Grundbildung (IKG) statt. Ziel des vorhandenen Rahmenkonzeptes ist es, die Schüler in Grundlagen im Umgang mit dem Medium Computer einzuweisen. Hierbei sollen unabhängig von etwaiger Vorbildung und außerschulischen Möglichkeiten ein „chancengleicher“ Zugang sowie gleiche Grunderfahrungen gemacht werden. Die Umsetzung des Curriculums ist den Schulen überlassen, da es hier räumliche wie auch personelle Unterschiede gibt, die eine Festsetzung von Inhalten schwer möglich machen. Dieses schulintern zu entwickelnde Medienkonzept soll es ermöglichen, dass alle Schüler Grundlagen einer „computer literacy“ erlangen. Es ist auch möglich, dass Schulen Einführungs- und Kompaktkurse sowie Halbjahreskurse oder Anbindungen einzelner Inhaltsbereiche an einzelne Fächer anbieten. In jedem Fall muss gewährleistet werden, dass die Integration der in der folgenden Tabelle aufgeführten Fertigkeiten und Qualifikationen in die einzelnen Fächer erfolgt. [HE_Gym03] Zur Umsetzung der IKG im verkürzten gymnasialen Bildungsgang (G8) wurden die gymnasialen Lehrpläne überarbeitet und um ein eigenes IKG-Curriculum erweitert. Dies ist eine vom hessischen Kultusministerium herausgegebene Handreichung aus dem Jahr 2005, die Hinweise zu den Lehrplänen enthält. Hier werden Orientierungen und Hilfestellungen zur IKG gegeben. In den Lehrplänen des verkürzten gymnasialen Bildungsgangs sind IKG-Inhalte verankert. Diese lassen sich verschiedenen Fächern zuordnen und sind zu sieben Modulen mit mehreren Untermodulen zusammengefasst [HE_Gym05]:
Als freiwilliges Zusatzangebot können Schulen Zertifizierungen anbieten. Deutschlandweit werden verschiedene Zertifikate bezüglich Computerwissens angeboten. Dazu gehören insbesondere der „Europäische Computerführerschein“, das „Microsoft Office Specialist Zertifikat“ oder der „Europäische Computer Pass Xpert“. Welches Zertifikat einzelne Schulen anbieten, liegt in deren Verantwortung. Schüler können hier beispielsweise im Vormittags- oder Nachmittagsunterricht diesen Zusatzunterricht wahrnehmen. [HE_Gym05] Stand: 21.10.2010 07:15:13
Autor: Isabelle Starruß |
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